6 Tipps zur richtigen Lagerung von Fleisch

Fleisch: Je kleiner geschnitten, desto kürzer die Haltbarkeit. Foto: pixaby
Fleisch: Je kleiner geschnitten, desto kürzer die Haltbarkeit. Foto: pixaby

Wenn es draußen richtig heiß wird verbringt man seinen Feierabend lieber auf der eigenen Terrasse oder im benachbarten Freibad, als beim täglichen Einkauf. Lebensmittel lassen sich aber auch im Sommer gut bevorraten, beachtet man einige Punkte.

 

1. Einkauf: Kühlkette aufrecht halten

Wichtig ist es bereits beim Einkauf darauf zu achten, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Nehmen Sie daher zum Einkaufen eine Kühltasche mit. Bei längeren Einkaufsfahrten ggf. zusätzlich eine Kühleinheit. Bei der Einkaufsroute sollte man darauf achten, dass empfindliche Lebensmittel erst kurz vor dem Heimweg besorgt werden. Zu Hause angelangt, räumen Sie die Lebensmittel möglichst rasch in den Kühlschrank.

Tipp: Je feiner oder kleiner geschnitten das Fleisch ist, desto größer wird auch die Angriffsfläche für Mikroorganismen und damit verkürzt sich die Haltbarkeit bzw. Lagerfähigkeit. Faschiertes muss daher unbedingt noch am selben Tag verkocht werden. Wenn Sie aber zum Beispiel ein Gulasch oder Geschnetzeltes für den nächsten oder übernächsten Tag planen, lassen Sie das Fleisch im Ganzen und schneiden Sie es erst kurz vor der Zubereitung!

 

2. Lagerung: Das Wo & Wie

Der ideale Lagerort für Fleisch ist das unterste Kühlschrankfach – die Glasplatte über der Gemüselade. Geben Sie das Fleisch in einen gut verschließbaren Behälter, am besten aus Glas und sorgen Sie dafür, dass kein auslaufender Fleischsaft mit anderen Lebensmitteln in Kontakt kommen kann.

Tipp: Lagern Sie Fleisch niemals in der Gemüselade. Denn hier herrscht hohe Luftfeuchtigkeit, die das Fleisch besonders schnell verderben lässt!

 

3. Grundsätzliches zur Haltbarkeit

Je größer der Fettgehalt im Fleisch ist, desto kürzer kann es gelagert werden bzw. je magerer das Fleisch ist, desto länger ist es haltbar. Bei 0 bis 4 Grad hält sich Rindfleisch 3 bis 4 Tage, Kalb- und Schweinefleisch sollten innerhalb von 2 bis 3 Tagen zubereitet werden.

Tipp: Fragen Sie beim Einkauf unbedingt Ihren Fleischer. Er kann Ihnen zu jedem gekauften Stück Fleisch genauere Informationen zu Haltbarkeit und Lagerung geben!

 

4. Kühlschrank: Richtiger Umgang

Gerade in der warmen Jahreszeit sollte besonders darauf geachtet werden, dass der Kühlschrank nicht unnötig oft bzw. lange geöffnet wird. Eine gleichmäßige Kühlung, wie sie empfindliche Lebensmittel benötigen, ist sonst nicht mehr garantiert. Auch wenn der Kühlschrank überladen wird oder Reste vom Gekochten ohne vorherige Abkühlung in den Kühlschrank wandern, kann es zu einer Temperaturerhöhung kommen.

 

5. Bevorratung: Das erhöht die Haltbarkeit

Unter Luftabschluss ist Fleisch grundsätzlich länger haltbar. Der Luftabschluss verhindert Oxidationsprozesse und damit den Verderb. Wenn Sie also nicht sicher sind, ob Sie das gekaufte Fleisch sofort benötigen bzw. einen Teil „in Reserve“ kaufen wollen, lassen Sie sich diesen Teil vom Fleischer vakuumieren. Auch durch Einlegen in Öl wird die Luftzufuhr reduziert, was die Haltbarkeit von Fleisch um mehrere Tage erhöht. Darüber hinaus wird das Fleisch im Öl noch zarter. Fleischstücke einfach in ein großes, verschließbares Gefäß legen und anschließend mit einer dünnen Schicht Öl abdecken. Dafür eignen sich Oliven-, Sonnenblumen- oder Rapsöl. Je nach Geschmack kann man das Fleisch auch durch Zugabe von Kräutern, Knoblauch oder Chili zusätzlich marinieren.

Tipp: Will man Öl sparen, kann man das Fleisch auch in geöltes Pergament- oder Backpapier einschlagen, bei mehreren Scheiben jeweils mit einem Stück Papier zwischen den Scheiben.

 

6. Fleisch einfrieren: Was ist zu beachten

Natürlich lässt sich Fleisch auch gut einfrieren. Dabei ist aber ebenso Einiges zu beachten. Es sollte mit möglichst wenig Fleischsaft und Luft verpackt werden, um Gefrierbrand zu vermeiden – vakuumieren ist dafür bestens geeignet. Zum Auftauen das Fleisch am besten ausgepackt und abgedeckt in den Kühlschrank legen, um die Gefahr der Keimbildung zu verringern. Auftauflüssigkeit ist dabei regelmäßig abzugießen.

Tipp: Werden einzelne Schnitzel oder Koteletts eingefroren, legen Sie zwischen die Fleischscheiben Backpapier, das verhindert, dass sie beim Einfrieren zusammenkleben.