Aus aktuellem Anlass: Weltmeisterliche russische Fleischgerichte!

Pelmeni:  Fleischnudeln aus Russland. Foto: pixabay
Pelmeni: Fleischnudeln aus Russland. Foto: pixabay

 

 

Vielen fällt auf die Frage nach typisch russischen Spezialitäten erst mal viel Fleischloses ein – Borschtsch, Blini oder aber auch Kaviar. Dabei hat die russische Küche gerade bei Fleischgerichten einige Klassiker zu bieten. Drei davon stellen wir in unserem heutigen WM-Special vor. Rezepte inklusive.

 

Zu Ehren des Grafen Stroganow

Ende des 19. Jahrhunderts unter französischem Einfluss in Russland kreiert und nach dem Grafen Stroganow benannt, hat es das Boeuf Stroganoff mittlerweile zu Weltruhm gebracht. Es handelt sich dabei um ein zartes Rindergeschnetzeltes in einer säuerlichen Sauce, wobei das Original-Rezept nicht erhalten blieb – es gibt daher viele Variationen (das älteste stammt aus dem Jahr 1861). Die drei wichtigsten Bestandteile des Boeuf Stroganoff finden sich jedoch in allen Varianten wider: das Rinderfilet, die Zwiebel und der für das Gericht typische Sauerrahm. Ergänzt wird nach Geschmack mit Champignons, Essiggurkerln, Paprikapulver oder Tomatenmark – hier eines unserer Lieblingsrezepte.

 

Pelmeni – russische Fleischnudeln

Bei den ursprünglich aus Sibirien stammenden Pelmeni handelt es sich um eine Nudel-Spezialität mit Fleischfüllung. Auf den langen Reisen der Kutscher durch das weite, kalte Land waren die Pelmeni eine beliebte warme und sättigende Speise. Sie wurden zu Hause vorbereitet und eingefroren – unterwegs konnten sie in einem Kessel mit heißem Wasser einfach und rasch zubereitet werden. Ein Originalrezept dazu findet sich im Russland Journal.

 

Grillen auf Russisch: Schaschlik!

Auch in Russland wird gerne gegrillt – typischerweise auf die kaukasische Art, nämlich in Form von Schaschlik. Dafür wird das Fleisch in kleinere Stücke geschnitten und abwechselnd mit verschiedenen Gemüse- oder auch Speckstücken auf Spieße gesteckt. Eine tragende Rolle spielt beim Schaschlik die Marinade, die meist eine säuerliche Komponente beinhaltet, wodurch das Fleisch zart und mürbe wird. Gerne verwendet man in Russland dafür Kefir, aber auch Zitrone, Essig oder Weißwein. Das Fleisch – ursprünglich vorwiegend Lamm, heute aber auch Rind, Schwein oder Huhn – sollte zumindest über Nacht in der Marinade ziehen. Der Fantasie sind bei der Zubereitung kaum Grenzen gesetzt, ein Beispiel findet sich hier.