Experte in Sachen Fleisch: Der Fleischsommelier

Expertenwissen, praxisorientiert vermittelt. Foto: Shutterstock

Die Ernährung nimmt einen immer höheren Stellenwert bei uns ein. Man gibt sich nicht mehr allein mit der sättigenden Wirkung von Nahrungsmitteln zufrieden. Man möchte auch wissen, was genau man isst, woher ein Nahrungsmittel stammt und wie sich dessen Verzehr auf das eigene Wohlbefinden bzw. die eigene Gesundheit auswirkt.

 

Zudem wird unsere Küche immer internationaler und die Nachfrage nach Produkten, die man vor einigen Jahren noch nicht einmal dem Namen nach gekannt hat, nimmt zu. Auch die Nose-to-tail-Philosophie hat dazu geführt, dass (wieder) Fleischteile nachgefragt werden, die lange Zeit „verschmäht“ wurden. Diese Trends werfen beim einen oder anderen Einkauf oder Restaurantbesuch natürlich Fragen auf. Fragen, auf die geschulte Fachleute eine Antwort haben sollten. Dennoch kann oft nicht alles in den klassischen Ausbildungen abgedeckt werden.

 

Spezialisierung, die ihresgleichen sucht

Das WIFI als Österreichs größte Bildungseinrichtung hat diese Lücke vorzeitig erkannt. In Kooperation mit der Agrarmarkt Austria (AMA) hat man eine Diplomausbildung zum Fleischsommelier ins Leben gerufen, die über Österreichs Grenzen hinaus Teilnehmer anzieht. Aber worauf beruht dieser gute Ruf der Ausbildung eigentlich?

 

Expertenwissen, praxisorientiert vermittelt

Da ist auf der einen Seite die sehr praxisorientierte Ausrichtung der Ausbildung. Neben den notwendigen Theorie-Einheiten sorgen spannende Exkursionen und Praxistage für vertiefendes Wissen in unterschiedlichen Themenbereichen. Von Landwirtschafts-, Schlacht- und Zerlegebetrieben bis zu detaillierter Küchenpraxis und Grillseminaren reicht hier die Bandbreite.

Auf der anderen Seite sind es die anerkannten Experten, die als Vortragende bzw. Trainer ihr Wissen an die Teilnehmer weitergeben und für den anerkannten Ruf der Ausbildung über die Landesgrenzen hinaus sorgen.

 

Was macht einen Fleischsommelier aus?

Experten erkennen gutes Fleisch nicht erst am Geschmack. Als Fleischsommelier weiß man wo man die besten Stücke findet und wie man sie perfekt zubereitet. Voraussetzung dafür ist es beispielsweise, die relevanten Qualitätsmerkmale – wie etwa Farbe, Marmorierung oder Fettauflage beim Rindfleisch – zu (er-)kennen oder sattelfest in Sachen Teilstückkunde zu sein. Aber auch Kenntnisse über Nutztierhaltung, den Fleischmarkt und -konsum im Allgemeinen sowie Ethik in der Tierhaltung oder gesetzliche Vorschriften werden im Rahmen der Ausbildung vermittelt. Und natürlich kann man dem Experten beim Thema Fleisch in ernährungswissenschaftlicher Hinsicht ebensowenig vormachen, wie bei der Zubereitung lokaler, aber auch internationaler Fleischspezialitäten. Kurzum: Mit dem Diplom-Fleischsommelier in der Hand kann man sich zurecht als Experte in Sachen Fleisch bezeichnen!

 

Wer also seine Fachkenntnisse zum Thema Fleisch erweitern möchte oder zusätzliche Kompetenzen für Verkauf, Beratung oder auch „nur“ ganz privat erwerben möchte, dem kann man die Ausbildung zum Diplom-Fleischsommelier nur ans Herz legen. Infos unter: www.stmk.wifi.at