Faschiertes, der Alleskönner

Faschiertes: Schnell, einfach, preiswert – und so gut! Foto: shutterstock

Kaum ein Lebensmittel ist so vielfältig einsetzbar wie Faschiertes – egal, ob es in einer Hauptrolle auftritt oder „nur“ in einer Nebenrolle, z. B. als Fülle. Gerichte mit Faschiertem zählen nicht umsonst zu den Klassikern der österreichischen Wirtshausküche, sie erfreuen sich – nahezu unberührt von Küchentrends – ungebrochener Beliebtheit.

 Zwar lässt sich Faschiertes aus dem Speiseplan kaum wegdenken, dennoch hat jede/jeder seine „Standards“, die sie/er gerne und oft auf den Tisch bringt. Auf viele Rezepte wird dabei in der Hektik des Alltags vergessen, vieles ist eventuell auch garnicht bekannt. Wir möchten daher im Folgenden an ein paar Klassiker erinnern und auch einige neue Rezeptvorschläge ins Rennen schicken, um ein wenig mehr Abwechslung in den täglichen Speiseplan zu bringen.

 

Schnell, einfach, preiswert – und so gut!

Mit diesen Worten lassen sich viele Gerichte mit Faschiertem beschreiben – man denke nur an herrlich saftige Fleischlaibchen mit flaumigem Kartoffelpüree oder ein würziges Chili con Carne. Doch lassen sich Fleischlaibchen nicht nur ganz klassisch aus faschiertem Rind- oder Schweinefleisch herstellen. Probieren Sie doch mal zartes Lammfaschiertes, gewürzt mit ein wenig gemahlenem Thymian und Kreuzkümmel. Nach dem Braten in der Pfanne, im Rohr mit Schafskäse überbacken und anstelle des Pürees Kartoffelspalten und Tsatsiki als Beilage und Sie haben ein völlig neues Gericht.

 

Vom Laberl zum Klops

Genießt  man in unseren Breitengraden vornehmlich Fleischlaibchen, -laberln oder -pflanzln, so werden die Brätlinge aus Faschiertem Richtung Norden zunehmend runder und sind dort unter dem Namen Klopse oder Klöpse bekannt. Die berühmtesten unter ihnen: Die Königsberger Klöpse. Ein Rezept wollen wir Ihnen keinesfalls vorenthalten – wagen Sie sich ruhig mal darüber, schmeckt wirklich „lecker“!

 

Fast vergessen: Der faschierte Braten

An dieser Stelle möchten wir es nicht verabsäumen einen Klassiker (nicht nur) der Österreichischen Küche in Erinnerung zu rufen, der ein wenig in Vergessenheit geraten ist: der Faschierte Braten. Bei unseren Lieblingsnachbarn „Falscher Hase“ genannt, in seiner edelsten Form als Stefaniebraten das Festessen „der armen Leut“ am zweiten Weihnachtsfeiertag. Zwar ist Weihnachten schon vorbei, doch auch an einem „gewöhnlichen“ Sonntag macht der Braten gute Figur. Daher hier ein detailliertes Rezept aus der Wiener Küche, um sich die Zubereitung wieder in Erinnerung zu rufen.

 

Gefüllte bunte Vielfalt

Perfekt eignet sich Faschiertes zum Füllen von diversem Gemüse. Wer hierbei nur an grünen Paprika denkt, der sollte „Farbe bekennen“ und zur Abwechslung mal auch dessen bunte Geschwister füllen. Perfekt eignen sich ebenso Zucchini, Melanzani oder große Gemüsezwiebel und der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Je nach Gemüsesorte mit Käse überbacken und Paradeissauce serviert – ein köstliches und abwechslungsreiches Gericht.

 

Faschiertes rund um den Erdball

Aber nicht nur Gemüse lässt sich mit Faschiertem Füllen, auch zwischen Lasagneblättern oder in Tortillas macht es sich gut. Und nicht zu vergessen die verschiedensten Teigtaschen: von japanischen Dim Sum, über chinesische Frühlingsrollen bis zu indischen Samosas. Mit unterschiedlichen Teigarten und teils exotischen Gewürzen – mal gedünstet, mal frittiert – sorgen diese Rezepte für immer neue Geschmackserlebnisse rund um den Erdball. Nur Mut – die Zutaten sind heutzutage leicht zu bekommen und das beste Faschierte hält Ihr Fleischer für Sie bereit, immer nach Wunsch und natürlich ganz frisch!