Grillen oder BBQ –
wo liegt eigentlich der Unterschied?

Grillen oder BBQ mit Würsteln, Gemüsespießen und Fleisch
Ob grillen oder BBQ - wir lieben beides! Foto: pixabay Andreas Lischka

Lange Zeit kursierte die Meinung: Was wir hierzulande unter Grillen verstehen, bezeichnet man in den USA als Barbecue. Doch weit gefehlt! Bis auf den Ort des Geschehens – nämlich im Freien (meist) über offenem Feuer – gibt es kaum Gemeinsamkeiten.

Die Grillsaison hat längst begonnen und schon um die Mittagszeit weht verführerischer Duft über den Zaun. Wer nun auch Lust auf ein zartes Stück Fleisch mit dem Geschmack des Sommers bekommt, hat die Wahl: Mache ich einen Grillabend oder ein BBQ? Mithilfe der folgenden Fragen lässt sich diese Entscheidung einfach treffen.

 

Grillen oder BBQ: Hab ich Zeit oder ist es eher eilig?

Beim Grillen werden Fleisch, Gemüse etc. mit direkter Hitze, nah an der Glut, gebraten. Dadurch entstehen neben den köstlichen Röstaromen, die typischen Grillmarkierungen auf dem Grillgut. Grillen ist perfekt für Eilige, denn binnen kurzer Zeit steht das Essen auf dem Tisch. Bei Temperaturen rund um die 250 Grad ist die gewünschte Garstufe nämlich rasch erreicht und bei einem längeren Verweilen auf dem Rost würde das Grillgut verbrennen.

Hingegen wird beim BBC mit wesentlich geringeren Temperaturen gearbeitet. Diese liegen zwischen 90 und 160 Grad, woraus sich natürlich auch eine weitaus längere Verweildauer auf dem bzw. im Grill ergibt. Das kann durchaus schon mal Stunden in Anspruch nehmen.

 

Verfüge ich über einen Smoker?

Ein weiterer Unterschied neben der Grilltemperatur ergibt sich aus der Art des verwendeten Grillgeräts. Grillen erfolgt meist auf offenen Geräten, wohingegen beim BBQ ein sog. Barbecue-Smoker unerlässlich ist. Hier ist nicht nur die Distanz zwischen Hitzequelle und Grillgut wesentlich größer, es handelt sich auch um geschlossene Geräte, in denen die Hitze um das Grillgut zirkuliert und mit feinen Raucharomen umhüllt. Diese stammen von Holzchips, die dem Fleisch je nach Holzart, Größe und Form, das für ein BBQ typische Raucharoma verleihen. Verfügt man zwar über keinen Smoker, aber zumindest einen Grill mit Deckel, wie z. B. einen Kugelgrill, lässt sich dieses Raucharoma mit dem richtigen Zubehör nahezu ebenso gut erzielen.

 

Grillen oder BBQ: Ist eine größere Gästeschar zu bewirten?

Das langsame, indirekte Grillen erlaubt die Zubereitung wesentlich größerer Stücke. Dies ist z. B. bei der Zubereitung von Pulled Pork unerlässlich. Auch für einen Braten braucht man die indirekte, langsame Hitze. Mit der BBQ-Methode lässt sich also ein großes Stück Fleisch zubereiten, mit dem viele Esser ohne größeren Aufwand bewirtet werden können. Ein Vorzug, den jeder zu schätzen weiß, der schon mal Würstel und Koteletts für eine größere Gästeschar grillen durfte.

Man sieht also: Beide Methoden haben durchaus ihre Berechtigung. De Frage „grillen oder BBQ“ sollte keine grundsätzliche, sondern eher eine situationsbedingte sein. Doch egal wofür Sie sich entscheiden, Ihre Fleischerei hält die richtigen Zutaten in bester heimischer Qualität für jede Methode bereit. Lassen Sie sich inspirieren. Wir wünschen gutes Gelingen!