Grillen über glühender Holzkohle – eine Männerdomäne, die sich standhaft hält

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Ein ernstzunehmender Kult

Grillen hat sich von einer kurzen Sonntagnachmittags Beschäftigung, bei der man vor dem qualmenden Griller stehend, in einer Hand eine Grillzange, in der anderen eine Dose Bier hielt, mittlerweile zu einem ernst zu nehmenden Kult entwickelt. Der noch immer boomende Grilltrend scheint nicht aufzuhalten zu sein, Grillkurse erfreuen sich größter Beliebtheit.

Es sind fast ausschließlich Männer, die in der Grillszene den Ton angeben, dass Grillen etwas Männliches ist, beweisen Untersuchungen, die unter den Grillfanatikern einen Männeranteil von über 90% attestieren. Dies scheint einerseits ein Urinstinkt zu sein, waren doch schon seit der Steinzeit ausschließlich die Männer die Beschaffer des Fleisches und die „Hüter des Feuers“, die auch für die Beherrschung und Kontrolle des Feuers verantwortlich waren. Frauen beschäftigen sich rund ums Grillen eher mit der Zubereitung der Beilagen.

Das Grillen hat in den letzten Jahren grundlegende Änderungen erfahren, gab es früher lediglich die Frage ob man der Holzkohlenphilosophie oder der Gasgrillerphilosophie angehörte, hat sich die Angebotspalette der Grillgeräte stark erweitert, demzufolge auch die beim Grillen zubereiteten Speisen.

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Etwa die Hälfte der Grillköche bevorzugen noch immer den klassischen Holzkohlengrill, Keramikgriller, Elektrogriller, vor allem aber diverse Kugelgriller und Smoker erfreuen sich unter den Grillfans steigender Beliebtheit. Vielfach ersetzen heute hochmoderne Grillgeräte das häusliche Backrohr, nicht selten grillt man heute über viele Stunden Fleischgroßteile wie etwa einen Schweinsbraten in einem geschlossenen Grill.
Neben dem klassischen Garen über Holzkohlenglut hat sich auch die Barbecue Methode durchgesetzt (BBQ), ein indirekter Grillvorgang, bei dem das Grillgut nicht direkt über der Glut liegt.

Durch das große Angebot verschiedenster Grillgeräte und Grillmethoden hat sich das Grillen zu einer ernsthaften Disziplin entwickelt, vorbei sind die Zeiten, als man das Fleisch auflegte und mit einem Bier in der Hand nur darauf achtete, möglichst effizient und schnell die Gluthitze auszunutzen um möglichst rasch die hungrigen Gäste zu befriedigen.

Waren es früher lediglich Würstel und Koteletts, die zubereitet wurden, sind es heute anspruchsvolle Zutaten wie etwa Ripperl, Steaks, Fische und Meeresfrüchte, aber auch verschiedenste Gemüsesorten, die auf die verschiedensten Grillgeräte gelangen. Smoker sind ganz groß im Kommen, durch diese Zubereitungsart erlangt das Grillgut würzige Rauchnoten.

Das „moderne Grillen“ kann aber unter Einhaltung grundsätzlicher Richtlinien und Rahmenbedingungen sehr zeitintensiv werden, das Ergebnis lohnt aber diesen Zeiteinsatz.

Hält man beim Grillen wenige Grundregeln ein, dass man etwa das Abtropfen von Fett und Fleischsaft auf die Glut möglichst verhindert oder mit Öl und Gewürzen mariniertes Fleisch vor dem Auflegen mit Küchenpapier abtupft, kann das Grillen auf alle Fälle eine gesunde Garmethode darstellen.

Grundvoraussetzung für ein gutes Grillergebnis ist jedoch die Verwendung bester und hochwertiger Grundprodukte. Der Fleischermeister Ihres Vertrauens steht Ihnen mit Ratschlägen und Auskünften jeglicher Art gerne zur Verfügung.

 

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