Herbstzeit – Suppenzeit: Alles um die Rindsuppe

Die richtigen Zutaten für eine herrliche Rindsuppe. Foto: pixabay

Werden die Tage kürzer und die Abende kühler, freut man sich wieder auf eine warme Suppe. Was gibt es da Besseres als eine kräftige Rindsuppe! Sie wärmt Körper und Seele und zeigt sich so abwechslungsreich, wie kaum ein anderes Gericht – vom einfachen „Heißgetränk“ bis zur vollwertigen Mahlzeit.

 

Ob einfache Knochen-suppe oder Rindsbouillon vom Tafelspitz – die Frage stellt sich eigentlich nicht. Denn beides verwöhnt den Gaumen, gibt uns Kraft und schont den Magen. Perfekt also sowohl für den kleinen Hunger zwischendurch als auch für eine herzhafte Hauptmahlzeit.

 

Die Einfache: Knochensuppe

Von den wertvollen Inhaltsstoffen einer richtigen Kraftbrühe haben wir in einem früheren Beitrag bereits berichtet. Damit sich Mineralien und Aminosäuren aber aus den Knochen lösen und die Suppe anreichern können, braucht es Zeit. Die Zubereitung einer geschmacksintensiven und gehaltvollen Knochensuppe braucht daher weniger Geschick, als Zeit. Ein Gut, das in der Steinzeit reichlich vorhanden war. Sicherlich nicht der einzige Grund, warum Knochensuppen bereits eine so lange Geschichte haben. Mit dem Aufkommen der Paleo-Küche erfuhr die Knochensuppe in jedem Fall ein Revival. Ein einfaches Rezept für eine Kraftsuppe auf Vorrat stammt jedenfalls von der „Steinzeitköchin“.

 

Die Feine: Rindsuppe vom Tafelspitz

Es muss also nicht immer Tafelspitz sein, um eine gute Suppe zu erhalten. Kocht man ihn aber im selben Zug gleich mit, hat man bereits die Basis für eine (weitere) Hauptmahlzeit. In der klassischen Wiener Küche ist der Tafelspitz unangefochten die Nummer 1 für ein feines Siedefleisch. Er lässt sich aber auch hervorragend durch manch anderes Stück vom Rind ersetzen – wie beispielsweise Schulterscherzl oder Kruspelspitz. Ein Rezept finden Sie auf unserer Website.

Nachdem man das Fleisch entnommen hat, kann man nun die Suppe salzen bzw. nach Geschmack fertig würzen – mit einer Prise Muskatnuss oder auch mal mit einem Schuss Sherry.

 

1001 Suppeneinlage

Die Möglichkeiten an Suppeneinlagen sind unzählig: von einfachen Suppennudeln oder einem Eidotter bis zu selbstgemachten Grießnockerln. Aber auch die klassischen Frittaten, Schinkenschöberl oder Kaspressknödel, Lungenstrudel oder Leberknödel sind herrliche Einlagen. Da ist sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei. Und als kleiner Tipp für alle, die wenig Zeit haben: Ihr Fleischer nimmt Ihnen hier gerne Arbeit ab und hält so manche Suppeneinlage frisch und hausgemacht für Sie bereit.

Ist die passende Einlage gefunden, nur noch frischen Schnittlauch drüber streuen und schon kann zu Tisch gerufen werden!

 

Die Klassische: Alt Wiener Suppentopf

Viel mehr als nur eine „Rindsuppe“ mit Einlage ist der Alt Wiener Suppentopf – und das in zweierlei Hinsicht: Zum einen handelt es sich dabei definitiv um keine Vorspeise mehr, sondern um ein Hauptgericht zum Sattessen. Zum anderen kommt das Originalrezept mit den klassischen Rindsuppenzutaten bei Weitem nicht aus. Denn zum Siedefleisch vom Rind gesellt sich hier noch dessen Milz, eine Kalbszunge und ein ganzes Suppenhuhn! Ein Rezeptvorschlag befindet sich beispielsweise auf der Website der Stadt Wien – wer könnte es besser wissen!

Wir wünschen gutes Gelingen und ebensolchen Appetit!