Innereien: Gesund und so gut

Innereien
Mit dem Nose-to-tail"-Trend kehren Innereien in die moderne Küche zurück. Foto: denio 109/ shutterstock

Füllen die Rezepte für Innereien in klassischen österreichischen Kochbüchern noch viele Seiten, so sind in den vergangenen Jahren etliche Gerichte von den Tellern verschwunden. Mit dem Trend „Nose-to-tail“ kehren Innereien wieder in die die moderne Küche zurück und das zurecht.

Gehörten Innereien wie Leber, Kutteln, Zunge oder Herz früher zu den preiswerten Zutaten, sind sie mit dem steigenden Wohlstand mehr und mehr aus der Mode gekommen. Dabei kann gerade die österreichische Küche mit einer Reihe traditionsreicher Rezepte aufwarten – zumindest auf der Speisekarte haben bestimmt die meisten bereits Bekanntschaft mit Salonbeuschl, Bruckfleisch, Flecksuppe oder Blunzn gemacht. Warum es sich auch lohnt diese Gerichte einmal zu verkosten oder auch selbst nachzukochen?

 

Kalorienarme Vitamin- und Mineralstofflieferanten

Gerichte, deren Hauptbestandteil aus Innereien besteht, kommen modernen Lebens- und Essgewohnheiten entgegen. Einerseits liefern sie hochwertiges Eiweiß bei einem sehr geringen Fettanteil – ein Herz besteht z.B. aus purem Muskelfleisch und enthält gar kein Fett. Andererseits sind Innereien exzellente Quellen für viele Vitamine der Gruppe A, B und C, besonders des lebenswichtigen B12-Vitamins, welches in Kalbs- bzw. Rindsleber in besonders hoher Konzentration vorkommt. Auch für Mineralstoffe, wie etwa Kupfer, Eisen, Zink und Folsäure sind Innereien wichtige Lieferanten.

 

Herrliche Rezepte – von traditionell bis modern

Doch ist auch der beste Nährwert nutzlos, wenn das Essen nicht schmeckt. Gerade bei Innereien sind es oft nicht näher definierbare Vorbehalte oder Kindheitserinnerungen, die eine gewisse Skepsis gegenüber dem jeweiligen Gericht mit sich bringen. Mit den richtigen Zutaten lassen sich jedoch aus vielen Innereien einfach und rasch köstliche Gerichte zubereiten. Von der gerösteten Kalbsleber mit Erdäpfelstampf oder auch mal mit geschmorten Apfelscheiben, über ein herzhaftes Blunzengröstl mit Krautsalat bis zum Klassiker der österreichischen Innereienküche, dem Kalbsbeuschel mit Semmelknödel, sollte jeder Österreicher einmal (zumindest) gekostet haben. Mutige stürzen sich auch gerne mal auf eine Flecksuppe, die aus dem in feine Streifen geschnittenen Vormagen vom Rind besteht und zu den typisch steirischen Spezialitäten zählt.

 

Preiswerte Alternative

Neben den vielen gesunden Inhaltstoffen und herrlichen Rezepten, zu denen sich Innereien verarbeiten lassen, sind sie noch dazu preiswerter als die meisten anderen Fleischsorten. Sparen sollte man jedoch nicht an der Qualität – gerade bei Innereien ist besonders auf Herkunft und Frische zu achten. Der Fleischer Ihres Vertrauens berät Sie gerne und gibt Ihnen Auskunft an welchen Tagen, welche Innereien angeboten werden. Dann heißt es schnell sein, denn die Feinspitze sind hier wieder auf dem Vormarsch!