Kein Kirtag ohne Stelze:
So gelingt sie auch zu Hause!

Außen knusprig, innen saftig - so gelingt die Stelze auch zu Hause. Foto: pixabay

Auch wenn das Oktoberfest, der König der Kirtage, heuer abgesagt werden musste und wohl auch so manche kleinere Kirchtagsfeier den derzeit herrschenden Umständen zum Opfer fallen dürfte, so mindert dies nicht die Lust auf eine knusprige Stelze oder Schweinshaxn. Da heißt es heuer also: selbst ran an den Herd – oder den Grill, wenn es das spätsommerliche Wetter noch erlaubt.

 

Wird die Stimmung langsam herbstlicher und die Abende schon kühler, bekommt man wieder Appetit auf etwas deftigere Kost. Nicht umsonst ist die knusprige Schweinshaxn oder Stelze, wie sie Hochdeutsch genannt wird, beliebte Mahlzeit auf jedem herbstlichen Kirtag – zart und saftig und mit einer reschen, gschmackigen Kruste natürlich. Wie man diesen Genuss zuhause zaubert? Ganz einfach!

 

Wichtigste Zutat: Die Stelze

Wie bei fast jedem Gericht für das Endergebnis ausschlaggebend, ist die Qualität der Zutaten. Bei der Schweinshaxn ist das natürlich eine hintere Stelze vom Schwein, die man am besten bei der Fleischerei seines Vertrauens besorgt. Diese übernimmt auch gerne schon das gekonnte Einschneiden der Schwarte, damit einer knusprigen Kruste nichts mehr im Wege steht.

 

Was man sonst noch braucht

Viel Salz und ein bisschen Geduld sowie ein paar Gewürze nach Geschmack. Viele Zutaten braucht man für eine gelungene Stelze eigentlich nicht, auch der Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen. Will man jedoch ein perfektes Ergebnis erzielen, nämlich innen zart und saftig und außen resch und würzig, benötigt man vor allem zwei Dinge: Salz & Geduld. Das eine sorgt für die knusprige Kruste, die andere für das zarte Fleisch.

 

Und los geht´s!

Die Stelze am besten schon eine Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen, sodass sie  Zimmertemperatur annimmt. Nun gut trockentupfen und die Schwarte dick sowie die Fleischseite dünn mit Salz einreiben. Im vorgeheizten Rohr (250° C Grillstufe) auf den Grillrost setzen (Tropftasse mit ein wenig Wasser unterstellen) und an allen Seiten knusprig angrillen, bis die Haut rundum aufgepoppt ist.

 

Nun die Temperatur auf 140° Umluft zurückschalten, die Stelze aus dem Rohr nehmen und mit einem Pinsel das überschüssige Salz von der Kruste entfernen. Die Stelze kann nun v. a. auf der Fleischseite bzw. zwischen der Schwarte mit Knoblauch und Kümmel gewürzt werden und kommt anschließend wieder in das auf 140° C abgekühlte Backrohr zum Fertiggaren – rund 2 Stunden sollte man dafür schon veranschlagen.

 

Und dazu zur Stelze?

In der Zwischenzeit kann man sich den Beilagen widmen. Wir empfehlen einen klassischen Erdäpfelsalat oder einen warmen Krautsalat. Und natürlich reichlich Senf und frisch gerissenen steirischen Kren.

 

Gutes Gelingen und guten Appetit wünschen Ihnen Ihre steirischen Fleischer!