Perfekt für kalte Tage: das Gulasch oder Gulyás

Rindsgulasch auf einem Teller angerichtet mit Serviettenknödelscheiben und Garnierung
Würzig wärmend und damit perfekt für kalte Wintertage - ein Gulasch. Foto: pixabay

Egal welche Schreibweise man bevorzugt – an der wärmenden, kräftigenden und sättigenden Wirkung dieses österreichisch-ungarischen Nationalgerichts ändert das nichts. Besonders jetzt, da der Winter zeigt was er kann, ist ein Gulasch und all seine „Abwandlungen“ das perfekte Gericht für alle, die sich auf ein herzhaftes Essen freuen.

 

Das Wort Gulyás bezeichnet im Ungarischen eigentlich den „Rinderhirten“. Ursprünglich ein sehr einfaches Essen der Hirten, wurde es später zum Nationalgericht Ungarns und kam Anfang des 18. Jahrhunderts auch nach Wien. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Varianten, die jedoch alle einfach zuzubereiten sind, mit saisonalen, regionalen Zutaten auskommen und gut und gerne das eine oder andere Mal aufgewärmt werden können. Ob man es lieber traditionell mag, ob es mal ganz schnell gehen muss oder man zu den Suppenfans gehört – Varianten gibt es praktisch unzählige, wie man im Gulaschlexikon des Kuratoriums „Kulinarisches Erbe Österreichs“ nachlesen kann. Wir haben hier ein paar Rezepte herausgegriffen und sind überzeugt – hier ist für jeden etwas dabei:

 

Das klassische Rindsgulasch

Die Basis bilden gut durchwachsenes Rindfleisch von der Wade oder Schulter und eine Menge Zwiebel. Ein besonders feines Rindsgulasch-Rezept stammt von Norbert Thaller vom Restaurant Thaller in St. Veit am Vogau.

 

Die Wiener Variante – das Fiaker-Gulasch

Im Grunde ein hübsch aufgepepptes Rindsgulasch. Die Unterscheidung liegt letztlich nur in der „Garnierung“: Diese besteht aus einem Frankfurter Würstel, einem Spiegelei und einem fein aufgefächerten Gewürzgurkerl. Ein Fiaker-Gulsch-Rezept, das sogar auf dem offiziellen Tourismus-Portal Österreichs „austria.info“ zu finden ist.

 

Das Szegediner Gulasch – die ungarische Variante?

Höchstwahrscheinlich gar keine ungarische, sondern eine österreichische Erfindung ist das Szegediner Gulasch. Neben Sauerkraut und Sauerrahm wird es nämlich mit Schweinefleisch zubereitet, was Historiker auf den Ursprung aus der Wiener Küche vermuten lässt, zumal eine Zubereitung von Schweinefleisch der klassischen ungarischen Küche widerspricht. Eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung und ein paar Anregungen zur Abwandlung dieses Rezepts findet man auf „kitchen stories“.

 

Das Erdäpfel-Gulasch – ein Eintopf der allen schmeckt

Wenn es mal schnell gehen soll oder Kinder mit am Tisch sitzen, bietet sich ein Erdäpfelgulasch an. Nach Omas Rezept ist es rasch zubereitet und schmeckt bestimmt allen.

 

Für Suppenfans – die Gulaschsuppe

Was die Gulaschsuppe vom Rindsgulasch unterscheidet, ist neben ihrer flüssigeren Konsistenz vorallem die Beigabe von Erdäpfeln und Karotten. Mit einem Stück Bauernbrot ergibt sie ein vollwertige Mahlzeit, die auch wunderbar vorgekocht werden kann.