Und was essen Sie zu Weihnachten?

Filet Wellington, ein festlicher Genuss zu Weihnachten. Foto: iStock

In manchen Familien folgt das Weihnachtsessen über Generationen einer strengen Tradition. Andere wiederum stellen sich Jahr für Jahr die Frage: Was essen wir heuer zu Weihnachten?

 

Vielen ist gar nicht mehr bewusst, dass der Advent eigentlich eine Fastenzeit ist. Einzig an den traditionellen Weihnachtsessen mancher Familien lässt sich noch ablesen, dass erst der 25. Dezember das Ende dieses Wartens und Vorbereitens auf die Geburt Christi markiert. Sehr oft sind daher die Speisen, die am 24. auf den Tisch kommen, eher bescheiden. Die wahren Festessen finden erst am Christtag und am Stefanitag statt.

 

Ein Klassiker als Festmahl

Es ist also durchaus möglich, dass man den Advent mit einem Bratwurstessen am 1. Adventsonntag beginnt und mit einem Bratwurstessen am 24. Dezember beendet. Vielerorts werden auch kalte Aufschnittplatten oder Räucherfisch serviert. Für all jene, die dieser Tradition nicht folgen möchten oder schon nach einer Idee für ein Festessen an den Feiertagen suchen, hier ein Vorschlag für ein zu Unrecht etwas aus der Mode gekommenes Festmahl: Das Filet Wellington.

 

Ein Gericht, das, entgegen der oft vorherrschenden Meinung, durchaus auch von weniger geübten (Hobby-)KöchInnen leicht zuzubereiten ist. Denn die Qualität des Filets Wellington hängt weniger von der Raffinesse bei der Zubereitung ab, sondern in erster Linie von der Qualität des verwendeten Rinderfilets. Hier sollte man keinesfalls Kompromisse eingehen – letztlich handelt es sich ja auch um ein Festmahl. Lassen Sie sich von Ihrem Fleischer fachkundig beraten und geben Sie ihm rechtzeitig Ihre Wünsche bekannt – damit das Weihnachtsessen auch sicher perfekt gelingt!

 

Filet Wellington – klassisch oder neu interpretiert

Rezepte für das, nach Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington, benannte Filet, gibt es zuhauf. Eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung für die klassische Variante finden Sie hier. Lisl Wagner-Bacher, mit zwei Michelin Sternen und drei Hauben unbestrittene Grande Dame der österreichischen Küche, interpretiert den Klassiker etwas aufwendiger, jedoch spannend neu.

 

Neben den bewährten Beilagen, wie Herzoginkartoffeln, Speckfisolen oder glasierten Karotten, eignen sich dem Anlass entsprechend auch sehr gut Pommes Duchesse, getrüffeltes Kartoffelpüree, Mandelbrokkoli oder gedünstete Schwarzwurzeln – der Überlieferung nach, die ursprüngliche Beilage zum Filet Wellington.

 

Die Qual der Wahl haben nun aber Sie. Doch egal, wie Sie sich entscheiden, für die klassische oder eine moderne Interpretation – wir wünschen gutes Gelingen und bis dahin eine stimmungsvolle Adventzeit!