Hochsaison für Frankfurter und Sacherwürstel

Mit dem Opernball in Wien steuert nicht nur die Ballsaison auf ihren Höhepunkt zu, auch der Verzehr von Sacherwürsteln erreicht an diesem Tag seine jährliche Spitze. Allein in der Oper werden an dem Abend rund 2.500 Paar verspeist. Doch nicht nur Sacherwürstel haben in der Faschingszeit Hochsaison, auch die klassische Frankfurter.
Frankfurter Würstel gehören zur Faschingszeit, wie Krapfen und Konfetti. Das hat auch seine Gründe. Sind sie doch beliebt bei Alt wie Jung, einfach zu essen und stellen – im Gegensatz zur Käsekrainer, die ihre Spuren oft hinterhältig auf Ballkleid, Frack oder Faschingskostüm hinterlässt – keine Gefahr für das Outfit dar. Was nun für den Kinderfasching oder den Feuerwehrball die Frankfurter, das ist für den Opernball eben das Sacherwürstel. Doch worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen Sacherwürstel und Frankfurter?
Unterschied zwischen Sacherwürstel und Frankfurter
Wurde das Frankfurter Würstel (oder auch Wiener Würstchen, wie unsere Lieblingsnachbarn es nennen) Anfang des 19. Jahrhunderts vom Frankfurter Metzgermeister Johann Georg Lahner nach Wien gebracht, ist das Sacherwürstel eine noch relativ junge Kreation. Seit Ende der 70er-Jahre ist es im Österreichischen Lebensmittel Codex gelistet und unterscheidet sich – entgegen der weit verbreiteten Vermutung – nicht nur durch seine Länge vom Frankfurter. Enthält es doch noch feinere Inhaltsstoffe, ist etwas würziger, stärker geräuchert und auch mit freiem Auge an der leicht dunkleren Farbe erkennbar. Im Vergleich zum Frankfurter ist das Sacherwürstel überdies nahezu doppelt so lang.
So wird aus einem Sacherwürstel ein Einspänner
Im Allgemeinen treten Frankfurter wie Sacher Würstel Paarweise auf. Gegessen werden beide mit den Fingern, traditionell mit (scharfem) Senf und Kren und einer Kaisersemmel. Durch ihre Länge sind Sacher Würstel zudem prädestiniert zum Teilen – das einzelne Würstel nennt man dann in Österreich „Einspänner“. Für manchen Opernballbesucher vielleicht ein willkommenes Plus, muss man doch für ein Paar Sacherwürstel – obgleich es zu den günstigsten Snacks des Balls gehört – bereits über 10 Euro berappen.
Sacherwürstel zur Opernball-Übertragung
Wesentlich günstiger wird es, wenn man seine Würstel bei der Fleischerei ums Eck besorgt. Laden Sie doch ein paar nette Gäste zur langen Nacht der Opernball-Übertragung ein und freuen Sie sich bei Sacherwürsteln und dem einen oder anderen Gläschen Sekt über die gemütliche Atmosphäre in den eigenen vier Wänden. Die Fleischerei Ihres Vertrauens ist für die Faschingszeit gewappnet!
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