Krapfen: Vielfalt von Marille bis Banane-Kardamom

Er ist rund, aus Germteig, wird gefüllt und mit Zucker bestreut: Die Rede ist natürlich vom Faschingskrapfen. Denn: Faschingszeit ist Krapfenzeit und deshalb ist das runde Germgebäck im Februar in aller Munde. Ob klassisch mit Marillenmarmelade oder ausgefallen und bunt. Steirische Bäcker und Konditoren zaubern überraschende Krapfen Variationen, mit denen man getrost in die Fastenzeit starten kann.
In Österreich werden jährlich rund 100 Millionen Krapfen vernascht. Laut Landwirtschaftskammer Burgenland liegt der durchschnittliche Verzehr pro Person und Jahr bei 12-13 Stück, wovon wohl 50 Prozent im Februar als Faschingskrapfen verspeist werden. Als Platzhirsch unter den Krapfen gilt seit jeher der Klassiker: der Marillenkrapfen. Dieser unterliegt sehr strengen Auflagen. Laut österreichischem Lebensmittelkodex müssen Marillenkrapfen per Gesetz genau 15 % Marmeladenfüllung enthalten.
Weniger reglementiert sind dagegen die anderen Varianten des Germgebäcks – und die gibt es reichlich. Selbst Fleischtiger müssen nicht verzichten: Der „Leberkas-Krapfen“ hat in den letzten Jahren in ganz Österreich für Gesprächsstoff und geteilte Meinungen gesorgt. Wer seine Krapfen jedoch lieber ganz klassisch-süß mag, für den haben viele steirische Bäcker und Konditoren heuer besonders schmackhafte Krapfen-Variationen in der Auslage.
Die Qual der Krapfen-Wahl – Marille, Vanille oder doch Karamell?
Für alle Naschkatzen, die auch gerne mal etwas Neues ausprobieren, gibt es in der Faschingswoche eine Menge zu entdecken. Viele steirische Bäcker und Konditoren bieten sehr kreative und schmackhafte Alternativen zur klassischen Marillenmarmelade an. Wie zum Beispiel den Cremekrapfen – also der Krapfen mit Vanillefüllung. Dieser gehört bereits fest zur fünften Jahreszeit und ist damit ein getreuer Begleiter des klassischen Faschingskrapfens.
Wer´s gerne ausgefallen hat, findet bestimmt Gefallen an Kreationen wie Banane-Kardamom, Joghurt-Honig, Punsch oder auch Karamell – und das ist nur ein kleiner Ausschnitt der steirischen Krapfen-Vielfalt. Falls die Entscheidung in der Wahl des Krapfens schwerfällt: Einfach mal ganz nach dem Motto handeln „Probieren geht über Studieren.“ Auch darüber, wie man den Faschingskrapfen richtig isst, ob die Füllung zuerst oder zuletzt kommt gilt: Für den richtigen Verzehr eines Krapfens gibt es keine Vorgaben, nur Vorlieben.
Intensive Wochen in den steirischen Bäckereien und Konditoreien
Bei vielen steirischen Bäckern und Konditoren geht es gerade in der Faschingszeit rund! In diesen Wochen werden intensiv Germkugeln geformt, herausgebacken, gefüllt und anschließend mit Staubzucker bestreut. In der Zeit vom Faschings-Samstag bis Dienstag sind das oft zig-tausende Krapfen, die alleine in einer einzigen Bäckerei über die Theke wandern. Am beliebtesten ist dabei, wie schon erwähnt, aber immer noch der Klassiker unter den Faschingskrapfen mit Marillenfüllung.
Ob nun mit Vanillefüllung, Bananen-Kardamom, Nougat oder klassisch mit Marillenmarmelade. Der Krapfen hat Saison und wartet nur darauf, vernascht zu werden!
Also: Ab zum steirischen Lieblingsbäcker oder -konditor und ordentlich zugreifen. Denn die schönste Faschings-Verkleidung ist der Staubzucker auf der Nasenspitze.
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Ab Mitte September, wenn das frische Sauerkraut auf den Markt kommt, bis in die Karwoche, haben Blut- und Breinwürste ihre Saison. Wie der Titel schon sagt, sind die beiden Würste definitiv nicht jedermanns…
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Für den Schweinsrollbraten zuerst die Fülle zubereiten. Dafür die Semmelwürfel, Röstzwiebel, Eier, Petersilie, Milch und Salz vermengen und anschließend 15 Min. rasten lassen. Den flach aufgeschnittenen Schopfbraten auf beiden Seiten mit dem Schweinsbratengewürz würzen. Die glatte Seite des Fleischstücks..



