Köstlich! Die steirische Osterpinze

Ostern steht vor der Tür und damit auch die feine Görzer Osterpinze, die in der Steiermark eine besondere Tradition hat. Denn liegen die Ursprünge der Pinze auch im italienischen Friaul, kam das Rezept für dieses flaumige Gebäck bereits im 19. Jahrhundert über die damalige Grafschaft Görz nach Graz. Hier entwickelte es sich rasch zu einem österlichen Brauchtumsgebäck. Perfekt zubereitet von den steirischen Bäckern und Konditoren.

Die Pinze darf im traditionellen Osterkorb ebenso wenig fehlen wie der Osterschinken oder die bunt gefärbten Eier. Denn nach 40-tägiger Fastenzeit kann zu Ostern erstmals wieder so richtig geschlemmt werden.  Dafür ist natürlich nur das Beste gut genug.

Osterpinze von den steirischen Bäckern

Dass die Osterpinze eindeutig zum Besten gehört, was das österliche Festmahl zu bieten hat, verraten bereits ihre Zutaten. Schließlich enthält der flaumige Germteig neben jeder Menge Dotter, die der Pinze ihre sattgelbe Farbe geben, auch Weißwein, Anis und einen Hauch Zitronenschale. Daraus ergibt sich neben dem herrlichen Duft auch der zarte, aber doch unverwechselbare Geschmack dieses Gebäcks.

Ihre unverwechselbare Form

Doch nicht nur ihre inneren Werte machen die Pinze unverwechselbar, auch in ihrem Äußeren gleicht sie keinem anderen Gebäck. Über dessen Ursprung und Bedeutung gibt es allerdings unterschiedliche Vermutungen. Einmal wird ihre Form der im Frühling immer stärker werdenden Sonne zugeschrieben, zu deren Ehren bereits die alten Kulturvölker sonnenförmige Brote gebacken haben. Andere erinnert sie an jene eines Priesterbaretts – was ebenfalls eine einleuchtende Erklärung wäre. Diese Form kommt übrigens durch das Einschneiden des Teiglings mit einer Schere zustande. Daher dürfte auch der Ursprung des Namens Pinze kommen – lautet das italienische Wort für Schere doch pinza.

Von der Weihnachts- zur Osterpinze

War die Pinze ursprünglich ein traditionelles Gebäck der Weihnachts und Neujahrszeit, wird sie heute in der Steiermark traditionell nur zu den Osterfeiertagen produziert bzw. verspeist. Ganz pur, mit ein wenig Butter oder auch als „Brot“ zum Osterfleisch ist die flaumig weiche, zart nach Anis duftende Pinze ein besonderer Genuss, den man sich nicht entgehen lassen sollte!

Daher haben die feinen steirischen Osterpinzen nun auch bei allen steirischen Bäckern und Konditoren Hochsaison und locken mit ihrem unverwechselbaren Duft in die Backstuben. Lassen Sie sich ruhig verführen und gönnen Sie sich diesen saisonalen Genuss – ganz pur oder eben …

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